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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Villanueva C, Colomo A, Bosch A, et al.

Blutgruppenserologie

| New England Journal of Medicine
 

Transfusionsstrategien bei Patienten mit akuter oberer GI-Blutung

Aktuelle Richtlinien zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten empfehlen bei stabilen Patienten ein restriktives Vorgehen d.h.: es soll erst bei Hämoglobin Werten von < 7g/dL transfundiert werden.

Unklar ist bisher das Vorgehen bei Patienten mit akuten GI-Blutungen, weil diese aus den Studien ausgeschlossen wurden.

In einer Studie mit 921 Patienten mit oberer GI-Blutung untersuchten Villanueva et al den Unterschied zwischen einer konventionellen Transfusionsstrategie ab Hb <9 g/dL und einer restriktiven Strategie ab Hb < 7g/dL.

Die restriktive Transfusionsstrategie führte nicht nur wie vorhersehbar zu einer Einsparung von Erythrozytenkonzentraten um ca. 60%, sondern auch zu einer Verminderung der Mortalität von 9% auf 5%.

Die Autoren empfehlen bei hämodynamisch stabilen Patienten mit oberer GI-Blutung erst ab einem Hb Wert von <7 g/dL zu transfundieren. Damit kommt es pro 25 Patienten zur Verhinderung eines Todesfalls bei gleichzeitiger Einsparung der (immer knapper werdenden) Recource Erythrozytenkonzentrat.

A Restrictive Transfusion Strategy Reduced Mortality in Patients With Acute Upper Gastrointestinal Bleeding, N Engl J Med. 2013; 368:11-21.