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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Metanephrine

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-METAN
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Sonstige Hormone
LABORPROFILE:
- Hormone
- Hormone - Sonstige Hormone
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Unter Katecholaminen versteht man die Verbindungen Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin. Ihre Bestimmung und die ihrer Abbauprodukte (Metanephrin, Normetanephrin, Vanillinmandelsäure und Homovanillinsäure) ist für die Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Tumoren des sympathiko-adrenalen Systems von Bedeutung. Die Folge ihrer verstärkten Synthese und Freisetzung durch die Tumoren ist eine erhöhteKonzentration im Plasma bzw. eine erhöhte Ausscheidung im Urin, und zwar sowohlder Katecholamine, als auch ihrer Abbauprodukte. Etwa 85-90% der Phäochromozytome gehen vom NNM aus. Häufigkeitsgipfel im 4. und 5. Lebensjahrzehnt.
INDIKATION:
V.a. Phäochromozytom bei Inzidentalom, oder bei episodenhaften Blutdrucksteigerungen bzw. therapieresistenten starken Blutdruckerhöhungen.
MESSPARAMETER: Metanephrine-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- wird im Labor sofort kühl zentrifugiert
- das Plasma eingefroren
- 1 Li-Heparin-Röhrchen (grün)
- 1 EDTA-Röhrchen (lila)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nüchtern (größere Mahlzeiten führen zu einer Erhöhung der Katecholamineim Blut), 24 h vor Messung sollte eine antihypertensive Therapie abgesetzt werden (Ausnahme Clonidin, Diuretika und Ca-Antagonisten). Abnahme morgens (unter streßfreien Bedingungen) am liegenden Patienten, 20-30 Minuten vor Blutabnahme Legen einer Butterfy-Kanüle (mit NaCl-Infusion offen halten). Anforderung über EDV und mittels Begleitschreiben.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Die Entscheidung, ob Plasmakonzentration oder Urinausscheidung vorzuziehen ist wird kontrovers diskutiert, wobei die überwiegende Mehrzahl der Untersucher aus methodischen wie auch pathophysiologischen Überlegungen die Bestimmung der Urinausscheidung bevorzugt. Erhöhte Plasma-Werte durch hohen Sympatikotonus, Streß, Hypoglykämie, mäßige Erhöhungen bei Hypertonie anderer Genese. Plasma-Noradrenalin-Spiegel > 2000 pg/ml unter Ruhebedingungen ergeben einen eindeutigen Hinweis für das Vorliegen eines Phäochromozytoms. Erniedrigte Plasma- Spiegel sind ohne Relevanz. Wenn weder die Bestimmung der Katecholamine noch die bildgebenden Verfahren eindeutige Ergebnisse zeigen, kann es hilfreich sein, Funktionstests durchzuführen.
LOINC:
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