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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Gentamycin "Tal"

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GENTA
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Medikamente (TDM) Toxikologie
LABORPROFILE:
- Medikamente (TDM) Toxikologie
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Aminoglycosidantibioticum. Anwendungsgebiet Infektionen durch empfindliche Erreger: Atemwege, Urogenitale, Auge, Verbrennungen, Sepsis, Hospitalismus. Aminoglykoside werden unverändert renal ausgeschieden. Metabolite sind nicht bekannt, HWZ 2-4 Stunden, Plasmaproteinbindung < 10%. Bei Akkumulation im Gewebe sind Aminoglycoside oto- und nephrotoxisch. Deshalb Dosierung so wählen, daß eine zur Gewährleistung des Behandlungserfolges ausreichende Serumkonzentration erzielt unddie toxisch relevante Grenze nicht überschritten wird. Maximal- und Minimalkonzentration bestimmen!
INDIKATION:
Therapieoptimierung und -kontrolle.
MESSPARAMETER: Gentamycin-Talspiegel und Gentamycin-Peakspiegel.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern. Blutabnahme für Maximalkonzentration 1 h nach letzter i.m.-Applikation oder 0.5 h nach Beendigung einer 30 minütigen i.v.-Gabe. Für Minimalkonzentration unmittelbar vor der nächsten Dosis. Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erhöhte Serumspiegel bei Überdosierung, eingeschränkter Nierenfunktion (verminderte Clearance) und bei Dehydratation (vermindertes Verteilungsvolumen). Einige Penicilline (z.B. Carbenicillin) inaktivieren Aminoglykoside in vivo. Nebenwirkungen einer Gentamycin-Behandlung können sein Granulozytopenie, Thrombozytopenie,Anämie, Nierenschäden, Augenmuskellähmungen, Hörschäden oder Atemstillstand. Erhöhung der Toxizität durch Cephalosporine, Ciclosporin, Cis-Platin und Schleifendiuretika.
LOINC:
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