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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Freie Leichtketten/Serum

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-LKFR
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Proteindiagnostik
LABORPROFILE:
- Proteindiagnostik
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Freie Leichtketten (FLC) vom Typ Kappa oder Lambda, die im Rahmen einer Imbalance in der Produktion von schweren und leichten Ketten durch einen monoklonalen Prozess anfallen.
Physiologische werden 0,5 - 1g FLC pro Tag in die Zirkulation abgegeben und mit einer Halbwertszeit von 2-4 Stunden durch glomeruläre Filtration aus dem Plasma entfernt. Renal-tubulär werden FLC resorbiert und metabolisiert. Die Nieren können täglich 10-30 g FLC metabolisieren.
Eine höhere Aussagekraft als die Konzentration von freien Leichtketten Kappa und Lambda ist die Ratio Kappa/Lambda, weil auch bei nicht-neoplastischen Zuständen mit polyklonaler Hypergammaglobulinämie (z.B. Infekte, Autoimmunerkrankungen) erhöhte Konzentration von FLC im Serum zu finden ist. Die Kappa/Lambda Ratio liegt dann aber im Normbereich.
Bei chronischer Niereninsuffizienz ist eine Erhöhung der Ratio möglich.


INDIKATION:
- Screening auf monoklonale Plasmazellproliferative Erkrankungen in Kombination mit Serumproteinelektrophorese
- Prognostischer Marker bei Plasmazellproliferativer Erkrankung
- Quantitatives Monitoring von Patienten mit oligosekretorischen Plasmazellproliferativen Erkrankungen inklusive der Amyloidose, dem oligosekretorischen Myelom und bei Vermutung eines nicht sekretorischen Myeloms
- Dokumentation der Response nach Behandlung
MESSPARAMETER: Freie Leichtketten Kappa (mg/l), Freie Leichtketten Lambda (mg/l), Ratio Kappa/Lambda.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Normwerte für Ratio Kappa/Lambda: 0,18 bis 1,65. Bei einer Ratio > 1,65 werden Leichtketten Typ Kappa im Überschuss produziert - es wird eine klonale Kappaproduktion angenommen. Bei einer Ratio < 0,26 liegen Lambdaketten im Überschuss vor - es wird eine klonale Lambdaproduktion angenommen. Falsch positive Werte können sich bei chronischer Nierenisuffizienz ergeben.
LOINC:
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