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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Legionellen Antikörper

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-LEGAK
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Sonstige Infektionen
LABORPROFILE:
- Infektionsdiagnostik
- Infektionsdiagnostik - sonstige Infektionen
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Humanpathogene Arten der Gattung Legionella sind hauptsächlich L. pneumophila (14 Serogruppen), L. micdadei und L. bozemanii. Es existieren weitere 30 Arten, die bei Personen mit erblichem Immundefekt zu Erkrankungen geführt haben. Die Legionärskrankheit betrifft primär sehr alte oder abwehrgeschwächte Patienten. Nach einer Inkubationszeit von 2-10 Tagen kommt es zu Fieber und Kopfschmerzen, bei ca. 50% der Erkrankten zusätzlich Diarrhoe. Anschließend respiratorische Symptome mit Pneumonie und Pleuritis. Das sog. Pontiac-Fieber hingegen führt bei immunkompetenten Personen zu einem grippalen Infekt. Antikörper sind allerdings frühestens nach 2 Wochen nachweisbar, bei einigen Patienten erfolgt keine Serokonversion.
INDIKATION:
Pneumonie, Fieber, Diarrhoe V.a. Legionärskrankheit.
MESSPARAMETER: Legionella pneumophila 1-6 AK Nachweis (IgG) im Serum.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV und mit entsprechendem Begleitschein.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Serologische Untersuchungen werden zu häufig für die Diagnostik der Legionellosen eingesetzt. Diese sind eher für epidemiologische Zwecke als für die aktuelle krankheitsbezogene Diagnostik geeignet. Eine klinische Diagnose ist serologisch nur retrospektiv zu bestätigen und aufgrund einer Vielzahl möglicher Kreuzreaktionen mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die Vielfalt der zu untersuchenden Legionellen-AG stellt für den IFT ein erhebliches Hindernis dar. Die Komplexität der für serologische Untersuchungen einzusetzenden Legionellen-AG ist beträchtlich. Die Serokonversion erfolgt bei den meisten Patienten mit Legionärskrankheit innerhalb der ersten 3 Wochen nach Erkrankungsbeginn. Sie sollte jedoch bis insgesamt 6 Wochen kontrolliert werden. Für den IFT gilt ein mindestens 4 facher Titeranstieg auf > 1.128 als diagnostisch signifikant. Antibiotikaempfindlichkeit: Erythromycin, evtl. Kombination mit Rifampicin.
LOINC:
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