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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Elektrolyte/Sammelharn

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GHELYTE2
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Niere/Elektrolyte
LABORPROFILE:
- Harn
- Harn - Sammelharn ohne Zusatz
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Die Bewertung der Ausscheidung von Natrium, Chlorid und Kalium im Harn ist nur im Zusammenhang mit den entsprechenden Werten im Serum und dem Säure-Basen-Status möglich. Darüberhinaus ist die Kenntnis über die Zufuhr der Elektrolyte mit der Nahrung und über Infusionen erforderlich. Wenn möglich sollte die die Bestimmung der Elektrolytausscheidung im 24 h-Urin erfolgen, da dann diurnale Schwankungen der Ausscheidung und nahrungsbedingte Veränderungen mit erfaßt werden. Die Bestimmung der Konzentration in spontan gewonnenen Proben gibt einen Situationsbericht und ist bedeutsam zur Beurteilung der Elektrolytbalance, insbesondere beim Akutpatienten.
INDIKATION:
Natriumausscheidung: zur Ursacheabklärung von Hyper- oder Hyponatriämie. Kaliumausscheidung: zur Differenzierung renaler und extrarenaler Ursachen für eine Hypo- oder Hyperkaliämie bzw. zur Differentialdiagnose der Ursachen für eine hyperchlorämische metabolische Azidose (renal, extrarenal). Chloridausscheidung: zurDifferenzierung von Hypokaliämien bei metabolischer Alkalose.
MESSPARAMETER: Na, K, Cl-Menge im 24 h-Harn.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- keine besondere Behandlung
- 24 h-Sammelharn (ausnahmsweise auch 12 h-Sammelharn)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV (hier Urinvolumen in ml und Sammelzeit in Stunden eingeben).
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erhöhte Natriumausscheidung und Hyponatriämie Diuretikatherapie, renaler Salzverlust, NNR- Insuffizienz. Erniedrigte Natriumausscheidung und Hyponatriämie exzessives Schwitzen, gastrointestinale Flüssigkeitsverluste. Erhöhte Kaliumausscheidung und Hypokaliämie renale tubuläre Azidose, Diuretikatherapie, metabolische Azidose bei gehäuftem Erbrechen oder Magensaftdrainage, primärer Hyperaldosteronismus. Erniedrigte Kaliumausscheidung und Hypokaliämie verminderte Kaliumaufnahme, metabolische Azidose bei anhaltenden Diarrhoen, Kaliumverlust durch Laxantien. Normale Kaliumausscheidung und Hyperkaliämie vermehrte Kaliumzufuhr, Hämolyse, Insulinmangel, Digitalistherapie. Erniedrigte Kaliumausscheidung und Hyperkaliämie Hypoaldosteronismus. Erhöhte Kaliumausscheidung und hyperchlorämische metabolische Azidose renale tubuläre Azidose. Erniedrigte Kaliumausscheidung und hyperchlorämische metabolische Azidose Hypoaldosteronismus.
LOINC:
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