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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


TRAK (Antikörper gegen TSH-Rezeptor)

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-TRAK
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Schilddrüse
LABORPROFILE:
- Schilddrüse
- Schilddrüse speziell
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Der TSH-Rezeptor, ein Zellmembranprotein der Follikelzelle, stellt das Auto-AG bei der Autoimmunhyperthyreose M. Basedow dar. Die hier auftretenden Auto-AK (TRAK) binden am TSH- Rezeptor und stimulieren wie das TSH die cAMP-Kaskade und führen folglich zur Überfunktion und Proliferation (Struma). Der TSH-Rezeptor kann bei M. Basedow auch im retrobulbären Gewebe exprimiert werden, z.B. im Fibroblasten, die Glykosaminoglykane (Wassereinlagerung) bilden oder sich zu Fettzellen umwandeln - dies führt zu Volumenerhöhung und Exophthalmus.
INDIKATION:
V.a. M. Basedow, Nachweis der endokrinen Orbitopathie ohne Hypertyreose, Myxödem durch blockierende AK.
MESSPARAMETER: TRAK-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Die Höhe der TSH-Rezeptor-Auto-AK hilft nur begrenzt bei der individuellen Beurteilung der Krankheitsaktivität oder dem Erkennen von Rezidiven. DD zwischen M. Basedow und Thyreoiditis Hashimoto: bei M. Basedow ist TRAK fast immer erhöht, bei Thyreoiditis Hashimoto meist normal. Differenzierung zwischen stimulierenden und blockierenden Auto-AK mittels RIA nicht möglich. Die Höhe des TRAK-Wertes korreliert nicht mit dem Grad der Überfunktion.
LOINC:
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