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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Alkalische Phosphatase (AP)

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-AP
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Leber
LABORPROFILE:
- Leber
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Die im Serum meßbare Gesamtaktivität der AP ist die Summe der Aktivitäten multipler Enzymformen, die verschiedenen Geweben entstammen. Für die Kodierung der AP-Isoenzyme sind bisher vier verschiedene Gene bekannt. Unter Routinebedingungen werden die AP-Isoenzyme elektrophoretisch aufgetrennt, dabei unterscheidet man: Leber-AP, Knochen-AP, Dünndarm-AP, Plazenta-AP und multiple Isoformen der Leber-AP. Mittels Isoelektrofokussierung können mehr als 17 Isoformen unterschieden werden. Die Aktivität im Normalserum ist hauptsächlich auf das Leber- und Knochenisoenzym zurüchzuführen.
INDIKATION:
Leber- und Gallenwegserkrankungen, Knochenerkrankungen mit erhöhter Osteoblastenaktivität, Knochentumore und Metastasen.
MESSPARAMETER: Gesamt-AP Aktivität im Plasma.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erhöhungen der Gesamt-AP sind entweder physiologisch bedingt oder durch eine Erkrankung von Leber und/oder Knochen. Physiologische Erhöhungen in der Schwangerschaft und bei Kindern in der Wachstumsphase hier sind Werte bis 400 U/l noch im Normbereich. Pathologische Erhöhungen bei hepatobiliären Erkrankungen und akuter Pankreatitis, primären und sekundären Osteopathien, neoplastischer Neubildung von AP in Tumoren. Bei Leber- und Gallenwegserkrankungen neben Cholestaseparametern (Bilirubin, GGT, AP, LAP) auch Leberzellnekroseparameter (GOT, GPT, GLDH) beachten. Im Falle von Knochenerkrankungen gleichzeitig Calzium-, Phosphat- und Parathormonverschiebungen. Verminderungen von AP sind familiär bedingt und harmlos.
LOINC:
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