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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Freie Wasser Clearance

ANFORDERUNGSKÜRZEL: FWACL
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Niere
LABORPROFILE:
- Autoimmundiagnostik
- Autoimmundiagnostik - Autoimmungastritis
- Blutgase
- Eisenstoffwechsel
- Eisenstoffwechsel speziell
- Elektrolyte
- Elektrolyte speziell
- Entzündung
- Fettstoffwechsel
- Gerinnung
- Gerinnung speziell
- Glucosestoffwechsel
- Glucosestoffwechsel speziell
- Hämatologie
- Harn
- Harn - Sammelharn mit Essigsäure
- Harn - Sammelharn mit HCL
- Harn - Sammelharn ohne Zusatz
- Harn - Spontanharn/Chemie
- Herz
- Herz speziell
- Hormone
- Hormone - Sexualhormone
- Hormone - Sonstige Hormone
- Infektionsdiagnostik
- Infektionsdiagnostik - Blöcke
- Infektionsdiagnostik - Hepatitis/HIV
- Infektionsdiagnostik - sonstige Infektionen
- Infektionsdiagnostik - Virusblock Parotitis
- Knochenstoffwechsel
- Knochenstoffwechsel speziell
- Leber
- Leber speziell
- Medikamente (TDM) Toxikologie
- Mikrobiologie
- Molekulardiagnostik
- Molekulardiagnostik Hämatoonkologie
- Nebennierenrinde
- Neurologie Abklärung
- Neurologie Abklärung - Muskel
- Neurologie Abklärung - Myasthenie
- Neurologie Abklärung - Neuronale Autoimmunenzephalitis
- Niere
- Niere speziell
- Pancreas
- Proteindiagnostik
- Punktat
- Punktat - Liquorpunktion
- Schilddrüse
- Schilddrüse speziell
- Sonstiges
- Stuhl
- Tumormarker
- Tumormarker global
- Tumormarker speziell
- Vitamine/Spurenelemente
NOTFALLPARAMETER:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
ALLGEMEIN:
Zur Vermeidung einer Hyponatriämie kann die Niere große Mengen Wasser (bis zu 0.1 l/min) ausscheiden. Die Ausscheidung beginnt 30 Minuten nach der überschüssigen Wasseraufnahme. Die Urinosmolalität fällt auf < 50 mosmol/kg H2O. Die Menge an aktuell überschüssigem, also von osmotisch aktiven Substanzen freiem Wasser, kann mittels der freien Wasserclearance berechnet werden: C-H2O = Urinvolumen in ml/min [(Urinosmolalität/Serumosmolalität) x Urinvolumen in ml/min]. Die freieWasserclearance kann zur frühzeitigen Erfassung von Nierenfunktionsstörungen eingesetzt werden. Sie ist geeignet zur Beurteilung der Konzentrationsfähigkeit der Nieren, jener Partialfunktion, die bei der Ausbildung eines akuten Nierenversagens als erste beeinträchtigt wird.
INDIKATION:
Flüssigkeitsbilanzierung bei Intensivpatienten, Prävention eines akuten Nierenversagens bei intensivpflichtigen Patienten (z.B. Sepsis, Pankreatitis, Leberversagen, Schock).
MESSPARAMETER: Wassermenge, die pro Zeiteinheit über den Harn ausgeschieden wird.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- keine besondere Behandlung
- auch 12 h-Sammelharn
- 24 h-Sammelharn
- 1 Li-Heparin-Röhrchen (grün)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV (hier Urinvolumen in ml und Sammelzeit in Stunden eingeben).
LABOR:
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BEWERTUNG:
Am besten geeignet zur Überwachung der Nierenfunktion sind Parameter zur Beurteilung der Konzentrationsfähigkeit, jener Partialfunktion der Niere, die bei der Ausbildung des akuten Nierenversagens als erste beeinträchtigt wird. Die Harnosmolalität, das Verhältnis Harn/Serum- Osmolalität, die osmolale Clearance und vorallem die freie Wasser-Clearance, die die osmolale Clearance in Beziehung zur Diureserate setzt, sind daher die wichtigsten Parameter zur Überwachung der Nierenfunktion an einer Intensivstation. Die Diureserate selbst ist als Funktionsparameter ungeeignet, da die Fähigkeit zur Flüssigkeitsausscheidung im Verlauf des akuten Nierenversagens als letzte verloren geht. Wenn der Wert der freien Wasser-Clearance positiv ist, deutet dies darauf hin, daß der Urin im Vergleich zum Serum verdünnt ist. Auf der anderen Seite zeigt ein negativer Wert an, daß der Urinkonzentrierter als das Serum ist.
LOINC:
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