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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Leukozytentyp./Blut-Verdacht auf NHL

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-LEUTYPNH
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Leukozytentypisierung
LABORPROFILE:
NOTFALLPARAMETER:
nein
ALLGEMEIN:
Mittels monoklonaler AK lassen sich versch. Zellcharakteristika der Leukozyten eruieren: Zugehörigkeit zu einem Zellsystem, Differenzierungsstadium, Gehalt an Sekretionsprodukten, Phase des Zellzyklus, Aktivierungsstrukturen und Hormonrezeptoren. Diese Charakteristika lassen sich mittels Immunfluoreszenz nachweisen und in einem sog. FACS darstellen. Für alle Zellsysteme der Hämatopoese gibt es definierte AK. In den internationalen Vergleichen wurden jene AK zu Gruppen zusammengefaßt, die die gleichen Strukturen erkennen (CD-Nomenklatur, wobei CD für cluster of differentiation steht).
INDIKATION:
Verdacht auf NHL
MESSPARAMETER: Klassifizierung der Oberflächenantigene von Leukozyten im peripheren Blut.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- 1 EDTA-Röhrchen (lila)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über SAP.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Wenn im oben angeführten Verfahren eine Palette verschiedener AK bei der Zellcharakterisierung eingesetzt werden, lässt sich genau sagen, welcher Zell-Linie eine Population zugehörig ist und welches Reifungsstadium sie erreicht hat. So kann z.B. mit CD11b, CD13, CD14, CD15, CD33, CD61 und CDw65 die Granulopoese hinsichtlich ihres Reifungszustandes beurteilt werden, bei den B-Zellen sind für das Entwicklungsstadium z.B. CD10, CD24, CD20, FMC7 und TdT von Relevanz, für die Thrombozyten kommen hauptsächlich CD1-8 sowie TdT in Frage. Aus den so erstellten Markermustern können z.B. die verschiedenen Leukämieformen klassifiziert werden. Zusätzlich zu der Leukozytentypisierung kommen heute auch Chromosomenanalysen, Stammzelluntersuchungen und molekularbiologische Untersuchungen zur Anwendung.
LOINC:
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