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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


LDH Laktatdehydrogenase

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-LDH
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Herz
LABORPROFILE:
- Herz
- Leber
- Neurologie Abklärung - Muskel
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Lactatdehydrogenase - ein Enzym, das in der Zellenergiegewinnung eine Rolle spielt (katalysiert die Reaktion von Lactat zu Pyruvat). LDH ist nicht organspezifisch, es kommt praktisch in allen Gewebearten, inklusive Herz, Leber, Niere, Skelettmuskulatur, Gehirn, Erythrozyten und Lunge vor.
Es bestehen 5 Isoenzymformen, die mittels Elektrophorese differenziert und quantifiziert werden können.
Die Messung von Gesamt-LDH in Serum/Plasma alleine ist nicht spezifisch. Erst die weiterführende Differenzierung der Isoenzyme bei erhöhter Gesamt-LDH erlaubt eine weitgehend organbezogene Diagnostik.
INDIKATION:
Nachweis/Ausschluß bzw. Verlaufsbeurteilung eines Herzinfarktes, V.a. Lungenembolie, Differenzierung des Ikterus, V.a. hämolytische Anämie.
MESSPARAMETER: LDH-Konzentration im Plasma.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Maximalwert des LDH 24-60 Stunden nach Herzinfarkt. Nicht selten werden Patienten erst 48-72 Stunden nach dem akuten Ereignis eingewiesen, wenn sich CK-MB und Gesamt-CK schon normalisieren. In diesen Fällen sind die Erhöhung von Troponin Toder I, sowie LDH und GOT Erhöhungen wichtige Kriterien für eine Infarktdiagnose. Außerdem findet man hohe Plasma- Konzentrationen bei massivem Zelluntergang, wie z.B. bei Nekrose verschiedener Gewebe, bei Erkrankungen der Leber- und Gallenwege, bei hämolytischen Anämien, bei Lungenembolien, bei Skelettmuskelerkrankungen und bei malignen Tumoren.
LOINC:
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