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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Natrium

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-NA
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Elektrolyte
LABORPROFILE:
- Elektrolyte
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Natrium kommt zu 98% extrazellulär und zu 2% intrazellulär vor. Die Konzentration ist extrazellulär etwa 15-fach höher als intrazellulär. Die Natriumkonzentration im Serum wird von der Wasserbalance zwischen IZR und EZR , auch Tonizität genannt, reguliert. Regulatorische Systeme der Tonizität sind die ADH-Konzentration im Serum, Durstgefühl und Wasseraufnahme sowie die renale Konzentrierungs- undVerdünnungskapazität. Meßgröße dieser 3 konzertiert arbeitenden Systeme ist dieOsmolalität im Serum. Aus den genannten Gründen treten Störungen des Natrium- und Wasserhaushaltes stets gemeinsam auf. Bei Hypernatriämie sind die Flüssigkeiten sowohl des IZR als auch des EZR hyperton, bei Hyponatriämie sind sie hypoton.
INDIKATION:
Störungen der Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, polyurisch-polydiptische Syndrome (z.B. Diabetes insipidus, dekompensierter Diabetes mellitus), Störungen desSäure-Basen-Haushaltes, Nierenerkrankungen, Hypertonie, Ödeme, endokrine Erkrankungen (z.B. Hyper- und Hypoaldosteronismus)
MESSPARAMETER: Na-Konzentration im Plasma
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erhöhte Na-Werte meßbar bei Dehydratation (z.B. renaler oder zentraler Diabetesinsipidus) und Hyperhydratation (z.B. primärer Hyperaldosteronismus, Meerwasserintoxikation). Erniedrigte Na-Werte kommen vor bei Pseudohyponatriämie (z.B. Hyperlipoproteinämie, Plasmozytom, M. Waldenström), bei Hyperhydratation (z.B. chronische Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, akuter Myokardinfarkt), bei Euvolämie (z.B. verstärkte ADH-Sekretion bei Hirntumor, Hirnblutungen, Meningitis) und bei Dehydratation (z.B. Erbrechen, Diarrhoe, Ileus, Mineralkortikoidmangel). Aufgrund des engen Zusammenhanges vonPlasma-Natrium mit dem Flüssigkeitshaushalt zur besseren Interpretation bei pathologischen Natrium-Befunden immer die Serum-Osmolalität mitbestimmen.
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