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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Apixaban

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GAPIXA
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Gerinnung speziell
LABORPROFILE:
- Gerinnung
- Gerinnung speziell
NOTFALLPARAMETER:
Anforderung 24 h möglich, außerhalb der Laboröffnungszeiten nach Rücksprache.
ALLGEMEIN:
Ein Vertreter aus der Gruppe der sogenannten neuen oralen Antikoagulantien und derzeit für die Indikationsgebiete Prophylaxe venöser Thrombembolien bei Erwachsenen nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen und Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern zugelassen.
Anders als die herkömmlichen Antikoagulantien greift Apixaban als direkter Inhibitor des aktivierten Faktors X quasi punktuell an der Kreuzungsstelle zwischen extrinsischem und intrinsischem Schenkel der plasmatischen Gerinnungskaskade - also am Beginn deren gemeinsamer Endstrecke, ein. Die vorgeschalteten Abschnitte der Gerinnungskaskade, sowie präexistentes Thrombin, aber auch die Thrombozytenaggregation sind nicht betroffen.
Die Vorteile liegen einerseits in der von der Nahrungsaugnahme bzw. Nahrungszusammensetzung relativ unbeeinflussten Bioverfügbarkeit, andererseits in der beständigen Pharmakokinetik/Pharmakodynamik. Dies ermöglicht eine Gabe in fixen Dosen und macht ein routinemäßiges Monitoring der Gerinnung nicht mehr notwendig.
In Situationen in denen es dennoch wichtig ist den antikoagulativen Effekt der Medikation zu überprüfen ist zu bedenken:
Aus Veränderungen der Globalgerinnungstests (PTZ/INR und aPTT) können keine Rückschlüsse auf die Einnahme/Dosierung oder den pharmakodynamischen Effekt von Apixaban gezogen werden. Normale Globalgerinnungstests schließen die Einnahme von Apixaban NICHT aus!
Die antikoagulative Aktivität wird mittels Bestimmung der anti-Xa-Aktivität überprüft. Außerdem ist die Bestimmung der Plasmakonzentration von Apixaban möglich Im Rahmen der Laboranforderung sind Angaben zur Einnahme von Apixaban und Angaben zum Zeitpunkt der letzten Einnahme erforderlich, weil es wichtig zu wissen ist, ob es sich um Tal- oder Spitzenspiegel handelt.
Derzeit stehen Eliquis 2,5 mg und 5 mg Tabletten zur Verfügung.
Für normalgewichtige Personen mit normaler Nierenfunktion gelten folgende grobe Richtwerte für Apixabanplasmaspiegel:
2,5 mg Tbl. 2x/d:
- Plasmaspitzenspiegel (etwa 3 - 4 h nach oraler Gabe): ca. 60 ng/ml
- Plasmatalspiegel (12 h nach der letzten Gabe) < 25 ng/ml
- Konstanter Plasmaspiegel nach etwa 3 Tagen erreicht
- Halbwertszeit ca 8 h
5 mg Tbl. 2x/d:
- Plasmaspitzenspiegel (etwa 3 - 4 h nach oraler Gabe erreicht): ca: 130 ng/ml
- Plasmatalspiegel (12 h nach der letzten Gabe): ca 50 ng/ml
- Konstanter Plasmaspiegel nach etwa 3 Tagen erreicht
- Halbwertszeit ca 12 h
Mittels Plasmaspikeversuchen ließ sich der lineare Zusammenhang zwischen antikoagulatorischem Effekt (anti-Xa-Aktivität) und Apixabanspiegel nachweisen






INDIKATION:
Apixaban - Spiegelbestimmung
MESSPARAMETER: Anforderung umfasst Apixabanspiegel (ng/ml) und Anti-Xa Aktivitätsmessung (IU/ml)
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Citratröhrchen
DURCHFÜHRUNG:
LABOR:
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BEWERTUNG:
Für normalgewichtige Personen mit normaler Nierenfunktion gelten folgende grobe Richtwerte für Apixabanplasmaspiegel: 2,5 mg Tbl. 2x/d: - Plasmaspitzenspiegel (etwa 3 - 4 h nach oraler Gabe): ca. 60 ng/ml - Plasmatalspiegel (12 h nach der letzten Gabe) < 25 ng/ml - Konstanter Plasmaspiegel nach etwa 3 Tagen erreicht - Halbwertszeit ca 8 h 5 mg Tbl. 2x/d: - Plasmaspitzenspiegel (etwa 3 - 4 h nach oraler Gabe erreicht): ca: 130 ng/ml - Plasmatalspiegel (12 h nach der letzten Gabe): ca 50 ng/ml - Konstanter Plasmaspiegel nach etwa 3 Tagen erreicht - Halbwertszeit ca 12 h Mittels Plasmaspikeversuchen ließ sich der lineare Zusammenhang zwischen antikoagulatorischem Effekt (anti-Xa-Aktivität) und Apixabanspiegel nachweisen
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