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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Thrombozytenfunktionsanalyse PFA

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GPFA
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Gerinnung speziell
LABORPROFILE:
- Gerinnung
- Gerinnung speziell
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Thrombozytenfunktions-Test. Die in-vivo Blutungszeit (Methode nach Ivy oder Simplate) zur Bewertung einer Thrombozyten-Funktionsstörung, Thrombopenie bzw. vWS ist sehr störanfällig und schwer standardisierbar. Daher kommt nun der in-vitro Test mit dem Platlet-function-analyzer zur Anwendung, dieser ist besser reproduzierbar als die in vivo Blutungszeit, angenehmer für den Patienten und einfacher wiederholbar. Außerdem wird weniger Zeitaufwand benötigt. Es ist eine grobe Differenzierung der Ursache einer verlängerten Blutungszeit möglich.
INDIKATION:
Ausschluß/Nachweis einer Thrombozytenfunktionsstörung, Differenzierung der Ursache. Nachweis einer "Aspirin" (ASS)-Wirkung.
MESSPARAMETER: Verschlußzeit in Sekunden mit dem PFA 100 (Kollagen/EPI, Kollagen/ADP) und Fläche unter der Kurve (AUC, Impedanzmessung) mit dem Multiplate Analyzer (ASPI-Test).
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Citratröhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern (ungestaute Abnahme, eigenes Gerinnungsröhrchen abnehmen, Abnahmezeit vermerken und Indikation für die Bestimmung angeben), Anforderung über EDV und Blutröhrchen persönlich im Labor übergeben (Proben dürfen nicht mit der Rohrpost geschickt werden!). Bitte Röhrchen so wenig schwenken oder bewegen wie möglich.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Eine verlängerte Verschlußzeit bei Verwendung der Membran mit Kollagen/Epinephrin (EPI) gilt als Hinweis auf eine Thrombozytenfunktionsstörung (Suchtest). Eine gleichzeitig normale Verschlußzeit bei Verwendung der Membran mit Kollagen/ADP ist zu erheben bei medikamentös induzierter Thrombozytenfunktionsstörung (z.B. ASS). Differentialdiagnostisch kommen eine Thrombozytopathie und das vWS in Frage. Cave: Bei einer Thrombozytenzahl < 100 G/l und/oder bei einem Hämatokrit < 0.30 ist der Thrombozytenfunktionstest mit gewisser Regelmäßigkeit pathologisch (methodischer Fehler bei zu geringer Viskosität und Thrombozytopenie) ohne dass damit eine Thrombozytenfunktionsstörung nachgewiesen werden kann.
LOINC:
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