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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


C4

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-C4
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Proteindiagnostik
LABORPROFILE:
- Neurologie Abklärung - PNP/Vaskulitis
- Proteindiagnostik
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Das Komplementsystem ist ein aus vielen Komponenten aufgebautes kompliziertes Enzymsystem. Seine Einzelkomponenten finden sich als inaktive Vorläufer im Blut und können im Verlauf einer Abwehrreaktion stufenweise aktiviert werden, entwederüber den sog. klassischen Weg oder den alternativen Weg. In beiden Fällen wird die Kaskade über den gemeinsamen terminalen Weg beendet. Die Verminderung der Faktoren, von denen C3c und C4 die wichtigsten sind, ist ein Indikator für Immunkomplexkrankeiten mit Komplementverbrauch. C3c ist ein stabiles C3-Fragment, entsteht durch Einwirkung von Faktor I auf das instabile C3b und ist ein Indikator des C3-Umsatzes. Bei jeder Erstuntersuchung des Komplementsystems sollte die Bestimmung der Komplementproteine C3c und C4 zur Erkennung von Komplementdefekten durchgeführt werden.
INDIKATION:
Immunkomplexkrankheiten (Diagnostik, Verlaufsbeurteilung), z.B. Glomerulonephritis, Vaskulitis, systemischer Lupus erythematodes und Kryoglobulinämie.
MESSPARAMETER: C4 Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum
- Lithium-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Klinisch bedeutsam sind nur Komplementverminderungen. Sie beruhen entweder auf einer Aktivierung der Komplementkaskade oder dem hereditären Mangel bzw. der mangelnden Funktion eines Komplementproteins. Die Bestimmung von C3c wird zwar in der Routinediagnostik häufig zur Erkennung einer Komplementaktivierung eingesetzt, ist aber ein relativ unempfindlicher Parameter und fällt erst ab, wenn der Zerfall die Synthese übersteigt. Erkrankungen, bei denen eine C3c-Erniedrigung erwartet werden kann sind aktive Formen des SLE und der membranproliferativen GN. Die Aussagen bezugnehmend auf C3c gelten pauschal auch für C4. Gewöhnlich ist aberC3c normal und C4 erniedrigt bei autoimmunhämolytischer Anämie und dem Angioödem (siehe C1-INH).
LOINC:
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