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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Gesamteiweiß/Spontanharn

ANFORDERUNGSKÜRZEL: GESPO
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Proteindiagnostik
LABORPROFILE:
- Hormone - Sexualhormone Präeklampsie
NOTFALLPARAMETER:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
ALLGEMEIN:
Die Proteinurie ist das wichtigste laborchemisch erfaßbare Leitsymptom von Nierenkrankheiten. Die physiologische Proteinausscheidung ist gering. Je nach dem Mechanismus ihrer Entstehung unterscheidet man 3 Proteinurie-Formen:1. Prärenal Erschöpfing der Rückresorptionskapazität der intakten Tubuli durch starke Vermehrung eines tubulär filtrierbaren (kleinen) Proteins im Blut.2. Renal (evtl. mit Hämaturie) Proteinverlust durch Schädigung der Glomerula und/oder der Tubuli.
INDIKATION:
Quantifizierung und Verlaufsbeurteilung einer bekannten Proteinurie, im Gegensatz zum Harn-Teststreifen Aufdeckung einer Bence-Jones-Proteinurie.
MESSPARAMETER: Gesamt-Eiweißkonzentration im Spontanharn.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Spontanharn (zweiter Morgenurin)
- keine besondere Behandlung
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Die quantitative Gesamteiweißmessung im Urin ist ein Basistest bei der Erkennung und Verlaufskontrolle von Proteinurien. Bei Erstdiagnose einer Harn-Proteinausscheidung muss der Ursprung der Proteinurie durch Harn-Proteindifferenzierung oder durch Einzelbestimmung von Albumin, IgG und Alpha 1-Mikroglobulin im Harn lokalisiert werden (siehe entsprechende Parameter). Falsch hohes Urineiweiß bei Behandlung mit Plasmaexpandern oder bei Gabe von Kontrastmitteln. Falsch niedrige Werte in angesäuertem Urin (HCl- oder Borsäurezusatz zur Konservierung).
LOINC:
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