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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Verdacht aud Auoimmunhepatitis (+AMA)

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GAIHP
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Autoimmundiagnostik
LABORPROFILE:
NOTFALLPARAMETER:
Nein (Anforderung werktags 7:00-16:00 Uhr möglich)
ALLGEMEIN:
Autoantikörper stellen bei der Differentialdiagnostik der chronischen Hepatitisein Kriterium dar, welches in der Zusammenschau der Befunde eine besondere Bedeutung erlangt. Verschiedene Auto- AK wereden bei unterschiedlichen Krankheitentitäten nachgewiesen. Antimitochondriale Antikörper (AMA) sind hoch krankheitsspezifisch bei Patienten mit primär biliärer Zirrhose (M2-Auto-AK gehören zur Gruppeder AMA und korrelieren stark mit der primär biliären Zirrhose siehe Antikörper gegen LKM+SLA+M2-AG). Im Rahmen eines "Leber-Screenings" nach Auto-AK sind außerdem ANA, SMA und LKM (alle relativ spezifisch, jedoch nicht beweisend für dieDiagnose einer autoimmunen Hepatitis) sowie ANCA (werden vor allem bei der primär sklerosierenden Cholangitis beschrieben) gebräuchlich.
INDIKATION:
V.a. primär biliäre Zirrhose.
MESSPARAMETER: Nachweis von AMA im Serum.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- 1 Li-Heparin-Röhrchen (grün)
- keine besondere Behandlung
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Es existieren insgesamt 9 Subtypen von AMA (M1-M9). Von besonderer Bedeutung sind AK gegen das M2-Antigen, das von der 2-Oxosäure-Dehydrogenase/Pyruvat-Dehydrogenase repräsentiert wird und ein wichtiges Zielantigen von Auto-AK bei primär biliärer Zirrhose (PBC) ist. Wenn also ANA positiv sind, ist die Bestimmung der M2-AK im Rahmen des Leber-Profils angezeigt. Bei der PBC gelingt der AMA-Nachweisin ca. 95%, AK gegen M2 bei 90-95% der Patienten. Die Bedeutung der übrigen Subtypen von AMA wird zur Zeit kontrovers diskutiert (Prognoseparameter?). Titerreduktion bzw. negative AK-Befunde unter Behandlung sind möglich.Zusätzliche Befunde bei PBC sind AP-, IgM- und Cholesterin-Erhöhungen sowie der Nachweis von Kryoglobulinen.
LOINC:
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