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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Phospholipid/Cardiolipin Antikörper

ANFORDERUNGSKÜRZEL: APSP (APSG+APSM)
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Gerinnung speziell
LABORPROFILE:
- Gerinnung speziell - Abklärung Thromboseneigung
NOTFALLPARAMETER:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
ALLGEMEIN:
Der Begriff Anti-Phospholipid-Antikörper umfasst eine Gruppe von Auto-Antikörpern, die gegen negativ geladene Phospholipide, wie z.B. Cardiolipin, PhosphatidylSerin, Phosphatidyl Inositol und Phosphatidsäure, gerichtet sind. Hinsichtlich Spezifität, Isotyp und Affinität sehr heterogene Gruppe von Auto-Antikörpern. Sie lassen sich mit zwei Testverfahren erfassen, mit ELISA-Tests und im Lupus-Antikoagulans-Test (Gerinnungstest, siehe unter Luousantikoagulantien). Ein höhertitriger Nachweis von Phospholipid/Cardiolipin Antikörpern in Kombination mit erhöhten Lupus-Antikoagulantien ist mit einem erhöhten Risiko rezidivierender Thrombosen, rezidivierender Aborte und Thrombopenien verbunden. Die daraus abgeleiteten Syndrome werden als primäres Anti-Phospholipid-Syndrom (APLS) oder als sekundäres Anti-Phospholipid-Syndrom bei Kollagenosen beschrieben.
INDIKATION:
Primäres APLS (DD rezidivierende venöse und/oder arterielle Thrombosen bei Personen <45 Jahre, DD ungeklärte habituelle Aborte, DD Thrombopenie, hämolytische Anämien) und sekundäres APLS (mit gleicher Klinik bei SLE und Kollagenosen).
MESSPARAMETER: Quantitativer Nachweis von Phospholipid/Cardiolipin Antikörpern der Klassen IgG und IgM im Plasma.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- keine besondere Behandlung
- 1 Li-Heparin-Röhrchen (grün)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erhöhte Werte beim Anti-Phospholipid-Syndrom (APLS), hier besteht ein reproduzierbarer Nachweis von Anti-Phospholipid-AK und Lupus-Antikoagulans. Im Rahmen des APLS gehäuftes Auftreten von Thrombosen und habituellen Aborten (Plazentainfarkte). Außerdem kommen erhöhte Werte auch bei fast allen Kollagenosen sowie temporär nach Viruserkrankungen und bakteriellen Infektionen, bei malignen Erkrankungen, hämatopoetischen Systemkrankheiten, Myasthenia gravis und bei Multipler Sklerose vor. Bei Isotypisierung der ACLA korrelieren laut Angaben der LiteraturIgG-AK eher mit venösen Thrombosen und IgM eher mit habituellen Aborten oder arteriellen Thrombosen.
LOINC:
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