mitglied der lab_group

Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Zirkulierende Immunkomplexe (CIC)

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-CICA
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Autoimmundiagnostik
LABORPROFILE:
- Autoimmundiagnostik
NOTFALLPARAMETER:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
ALLGEMEIN:
C1q ist ein Protein des Komplementsystems – ein sogenannter Komplementfaktor. Autoantikörper, die sich gegen den Komplementfaktor C1q richten bzw zirkulierende Immunkomplexe der Klasse IgG wurden bei einer Reihe von Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis nachgewiesen, besonders bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (aber auch bei Patienten mit hypokomplementämisch-urikariellem Vaskulitis-Syndrom HUVS). Besonders betroffen für Ablagerungen sind die Mikrogefäße in den Nieren (aber auch in anderen Organen wie Lunge, Herz, Gelenke und Haut), wobei es durch diese Ablagerungen zu Entzündungsreaktionen kommen kann. Außer bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis sind erhöhte Konzentrationen von zirkulierenden Immunkomplexen auch bei Infektionserkrankungen und hämatologischen Erkrankungen zu finden. Die Untersuchungsmethode basiert auf dem Prinzip eines indirekten ELISA.
INDIKATION:
Diagnostik und Verlaufskontrolle von Immunkomplexerkrankungen zur Einschätzung der Krankheitsaktivität und Organmanifestationen
MESSPARAMETER: CIC-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV und mittels Begleitschreiben.
LABOR:
Bitte melden Sie sich mit Ihren Benutzerdaten an, um die ausführenden Labore zu sehen.
BEWERTUNG:
Im Gegensatz zu C3c und C4, die bei der Diagnostik von Immunkomplexkrankheiten eingesetzt werden, liegt der Nutzen der Bestimmung von CIC in erster Linie in der Verlaufsbeurteilung sowie Therapiekontrolle von Immunkomplexkrankheiten. Der diagnostische Wert ist gering, Einzelbestimmungen sind ohne Aussagekraft, da sichImmunkomplexe in geringerer Konzentration auch ohne nachweisbare Erkrankung finden. Eine persistierende Erhöhung hingegen weist auf eine chronisch aktive Erkrankungen hin. Normalisierung gilt als Hinweis für Therapieerfolg. Erhöhte Werte bei Autoimmunerkrankungen, Glomerulonephritiden, bakteriellen und viralen Infektionskrankheiten, malignen Erkrankungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen,chronischen Hepatopathien, zystischer Fibrose, IgA-Nephropathie und Purpura Schönlein-Henoch.
LOINC:
Bitte melden Sie sich mit Ihren Benutzerdaten an, um den LOINC Code zu sehen.