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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


DHEAS Dehydroepiandrosteron

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-DHEAS
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Sonstige Hormone
LABORPROFILE:
- Hormone
- Hormone - Sexualhormone Infertilitätsabklärung / weiblich
- Hormone - Sexualhormone Postmenopause
- Hormone - Sonstige Hormone
- Nebennierenrinde
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEAS) - 17-Ketosteroid aus der Zona reticularis der Nebennierenrinde. Nicht virilisierendes Androgen, das im Wesentlichen über den Syntheseweg sulfatierter Steroide aus dem Cholesterinsulfat hervorgeht. Es besteht keine Tagesrhythmik. Albuminbindung, kein spezifisches Bindungsprotein. Bei Frauen zu 90% aus der Nebenniere, bei Männern nur aus der Nebenniere.
INDIKATION:
Marker für die Nebennierenrindenmasse, adrenaler Hirsutismus, Nebennierenrindentumore, Nachweis der Hormonaktivität eines Inzidentaloms. Adrenogenitales Syndrom, DD adrenale und ovarielle Testosteronerhöhungen, Virilismus, DD von Zyklusstörungen.
MESSPARAMETER: DHEAS-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
DHEAS erlaubt die Differenzierung zwischen adrenaler und ovarieller Hyperandrogenämie. DHEAS stammt zum größten Teil aus der NNR. Die Bestimmung von DHEAS im Rahmen von Stimulationstests ist aufgrund der langen HWZ nicht sinnvoll. Erhöhte Werte bei Androgen- produzierenden Tumoren der NNR (NNR-Karzinome), bei NNR-Hyperplasie und funktionellem Hypercortisolismus mit Aktivierung der Androgenbildung, bei Hirsutismus und Virilisierung (Differenzierung zwischen adrenaler und ovarieller Androgensynthese), bei Störungen der adrenalen Steroidbiosynthese (selten, 3-Beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenasemangel) und bei AGS. Erniedrigte Werte ohne klinische Relevanz.
LOINC:
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