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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


TBG (Thyroxin-bindendes Globulin)

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-TBG
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Schilddrüse
LABORPROFILE:
- Schilddrüse
- Schilddrüse speziell
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
T3 und T4 werden an spezifische Bindungsproteine gebunden transportiert. TBG stellt dabei 80% der zur Verfügung stehenden Bindungskapazität dar. Die Synthese von TBG erfolgt in der Leber. Sehr häufig sind Beeinflussungen der Synthese oder des Metabolismus des TBG. Östrogene führen zu einem verminderten Abbau und somit zu einem Anstieg des TBG. Bei Eiweißsynthesestörungen und Eiweißverlustsyndromen kommt es auch zu einem Abfall von TBG. Bei allen TBG-Veränderungen ist der bioverfügbare Schilddrüsenhormonanteil unverändert. Mutationen im TBG-Gen können zu einer erhöhten oder verminderten Synthese oder Bindung führen.
INDIKATION:
V.a. kongenitale Erhöhung oder Erniedrigung von TBG.
MESSPARAMETER: TBG-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Eine TBG-Bestimmung bei erworbenen TBG-Veränderungen (z.B. durch Östrogene) ist nicht indiziert --> freie Hormone bzw. T3-uptake sind ausreichend. Erhöhte TBG-Werte: Genetisch determinierte TBG-Mehrproduktion, endogene oder exogene Östrogenerhöhung (Gravidität, orale Kontrazeptiva), chronisch agressive Hepatitis, akute intermittierende Porphyrie. Erniedrigte Werte: Genetisch determinierte TBG-Synthesestörung, Eiweißverlustsyndrom (z.B. nephrotisches Syndrom), Eiweißsynthesestörung (z.B. Leberzirrhose).
LOINC:
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