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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Digitoxin

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-DIGITO
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Medikamente (TDM) Toxikologie
LABORPROFILE:
- Medikamente (TDM) Toxikologie
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Herzglykosid. Positiv inotrop, negativ dromotrop und chronotrop. Wirkungseintritt nach 2-3 Stunden, Abklingquote 7% pro Tag, HWZ 7-8 Tage. Anwendungsgebiet Herzinsuffizienz, speziell für die Dauerbehandlung, auch bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz, supraventrikuläre tachykarde Arrhythmien. Digitoxin wird vorwiegend in der Leber metabolisiert, etwa 10% werden dabei zu Digoxin umgewandelt. Nur 30% der Dosis werden renal eliminiert (erhöhte Serumspiegel daher bei Digitoxin im Gegensatz zu Digoxin keine wesentliche Abhängigkeit von der Nierenfunktion). Plasmaproteinbindung von Digitoxin 90-97%.
INDIKATION:
V.a. Intoxikation (Arrhythmien), ausbleibender Therapieeffekt (V.a. schlechte Compliance), Schiddrüsenfunktionsstörungen, V.a. unbekannte Prämedikation mit Digitalisglykosiden.
MESSPARAMETER: Digitoxin-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Ursache von erhöhten Serumspiegeln können sein Hypothyreose, bestimmte Pharmaka (Calziumantagonisten, Chinidin, Amiodaron, Spironolakton, Benzodiazepine). Erniedrigte Serumspiegel bei Malabsorption, Hyperthyreose und Einnahme bestimmter Medikamente (Cholestyramin, Neomycin und Antazida hemmen die Resorption). Nebenwirkungen bei Digitoxin-Behandlung können sein Herzrhythmusstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, Depressionen, Thrombozytopenie.
LOINC:
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