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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Digoxin

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-DIGO
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Medikamente (TDM) Toxikologie
LABORPROFILE:
- Medikamente (TDM) Toxikologie
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Digitalisglykosid. Positiv inotrop und bathmotrop, negativ chronotrop und dromotrop. Mittlere Plasmakonzentration 1.5 ug/l, Abklingquote pro Tag 20 %, HWZ 47.5h. Ausscheidung: 70 % Niere, 30 % Stuhl. Anwendungsgebiet Herzinsuffizienz, paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie, Anfallsunterbrechung und Prophylaxe von Vorhofflattern und -flimmern. Digoxin wird überwiegend unverändert renal ausgeschieden, seine Serumspiegel sind daher von der Nierenfunktion abhängig (Unterschied zu Digitoxin).
INDIKATION:
V.a. Intoxikation (Arrhythmien), ausbleibender Therapieeffekt (V.a. schlechte Compliance), Schiddrüsenfunktionsstörungen, im Gegensatz zu Digitoxin bei Digoxingabe auch Niereninsuffizienz, außerdem V.a. unbekannte Prämedikation mit Digitalisglykosiden.
MESSPARAMETER: Digoxin-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Ursache von erhöhten Serumspiegeln können sein Niereninsuffizienz, Hypothyreose, bestimmte Pharmaka (Calziumantagonisten, Chinidin, Amiodaron, Spironolakton, Benzodiazepine). Erniedrigte Serumspiegel bei Malabsorption, Hyperthyreose und Einnahme bestimmter Medikamente (Cholestyramin, Neomycin und Antazida hemmen die Resorption). Nebenwirkungen bei Digoxin-Behandlung können sein Herzrhythmusstörungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schlafstörungen, Depressionen, Thrombozytopenie. Zunahme der Toxizität bei Hypokaliämie, Hypercalzämie, Azidose, Hypoxie und hypertropher Kardiomyopathie.
LOINC:
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