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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Quecksilber

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-QUECK
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Medikamente (TDM) Toxikologie
LABORPROFILE:
- Medikamente (TDM) Toxikologie
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Spurenelement. Die Aufnahme von Hg erfolgt entweder über die Lunge in Form von Dämpfen oder durch Absorption über die Schleimhäute des Gastrointestinaltraktes und die Haut. Im Blut wird Hg vorwiegend an Erythrozyten und zu einem kleinen Teil an Eiweiß gebunden, weswegen die Hg- Konzentration im Vollblut wesentlich höher und relevanter ist als im Plasma. Bei der akuten Hg- Vergiftung stehen Übelkeit, Stomatitis, Metallgeschmack, Erbrechen und Leibschmerzen im Vordergrund. Diechronische Hg-Vergiftung ist geprägt von neurologischen Schäden, hervorgerufen durch Schädigung des ZNS, von Veränderungen des Haut- und Nagelkolorits sowie diffusem Haarausfall. Die Ausscheidung von Hg erfolgt hauptsächlich renal.
INDIKATION:
V.a. akute Quecksilbervergiftung (Symptomen einer unklaren Stomatitis, Metallgeschmack, verstärkte Salivation, hämorrhagische Gastroenterokolitis) oder chronische Quecksilbervergiftung (Unrast, Schlaflosigkeit, Tremor, Hautverfärbungen).
MESSPARAMETER: Quecksilber-Konzentration im Vollblut.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- wird nicht zentrifugiert
- keine besondere Behandlung
- 1 EDTA-Röhrchen (lila)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV und mittels Begleitschreiben.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Bisher gibt es keine eindeutigen Empfehlungen, ob Vollblut oder Urin als geeignetstes Untersuchungsmaterial bei V.a. Hg-Intoxikation gewählt werden sollte. Dievielfach propagierte Hg- Analyse im Speichel nach Kauen von Kaugummi zur Abschätzung der Hg-Belastung bei Amalgamfüllungen ist jedenfalls unzulässig. Quecksilber schädigt besonders das ZNS und hier bevorzugt das Stammhirn, Kleinhirn und das Rückenmark. Auch nach Sistieren der Hg-Ausscheidung unter Chelatbildnern trittmeist keine wesentliche Besserung der Hg-bedingten, neurasthenischen Symptomatik auf.
LOINC:
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