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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Magnesium

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-MG
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Elektrolyte
LABORPROFILE:
- Elektrolyte
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Elektrolyt. Die Resorption erfolgt im Dünndarm, die Ausscheidung und Regulation der Homöostase erfolgt hauptsächlich renal. Funktionell aktiviert Magnesium eine Reihe von Enzymen (u.a. Na-K-ATPase, Aminopeptidasen, Dipeptidasen, Phosphatasen, Glukokinase). Bei Hypomagnesiämie nimmt die Permeabilität der Zellmembranen für Natrium-, Kalium- und Calziumionen zu und es kommt zu einem intrazellulären Calziumanstieg. Eine Hypomagnesiämie kann Ursache einer Hypocalzämie sein. Da die klinischen Symoptome einer Hypocalzämie und Hypomagnesiämie ähnlich sind, ist die paralelle Bestimmung beider Parameter sinnvoll.
Zur Differenzierung der Hypomagnesiämie sind folgende Untersuchungen wichtig: Calcium im Plasma/Serum, Ausscheidung von Magnesium und Calcium im 24 h Harn, Molekularbiologische Untersuchung zur entgültigen Festlegung der Diagnose
INDIKATION:
Herzrhythmusstörungen, neuromuskuläre Übererregbarkeit (Tremor, gesteigerte Sehnenreflexe, Muskelzuckungen, Tetanie, Krämpfe) sowie Diuretikatherapie, parenterale Ernährung, Niereninsuffizienz und Hypocalzämie.
MESSPARAMETER: Magnesium-Konzentration im Plasma
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Erniedrigte Werte bei verminderter Resorption (alimentär, chronische Diarrhoe, exokrine Pankreasinsuffizienz, Laxantienabusus, Z.n. Dünndarmteilresektion) und bei vermehrtem renalem Verlust (Diuretikatherapie, angeborene oder erworbene Tubulusschädigung, nephrotisches Syndrom, Hyperparathyreoidismus, Hyperaldosteronismus). Erhöhte Werte bei akutem und chronischem Nierenversagen.
LOINC:
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