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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Eisen

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-EISEN
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Eisenstoffwechsel
LABORPROFILE:
- Eisenstoffwechsel
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Eine isolierte Eisenbestimmung im Serum ist zur Abschätzung des Körpereisenstatus aus folgenden Gründen ungeeignet:
Die Serumeisenkonzentration unterliegt hohen Schwankungen von Tag zu Tag, aber auch intraindividuellen Schwankungen, weswegen der Referenzbereich sehr breit ist.
Der Serumeisenspiegel sinkt auch im Rahmen von Entzündungsreaktionen.
Rasches Ansprechen auf Nahrungsaufnahme, daher ist ein Serumeisenanstieg bereits Minuten nach entsprechender Nahrungsaufnahme möglich.
Hämolyse erhöht den Serumeisenspiegel.

Der Serumeisenwert zeigt den Eisenmangel nicht zuverlässig an, zudem ist er erst ein später Indikator des Eisenmangels. Werte unter dem Referenzbereich werden erst gemessen, wenn kein Speichereisen mehr vorhanden und das Funktionseisen erniedrigt ist.

Erhöhte Serumeisenwerte können bei Gesunden vorübergehend vorkommen.
Erkrankungen/Zustände die häufig mit erhöhten Eisenserumwerten assoziiert sind:
Ineffektive erythropoese mit verstärkter Zerstörung von roten Blutzellen im Knochenmark
Leberschaden
Hereditäre Hämochromatose
Transfusionsbedingte Eisenüberladung
Intoxikation mit eisenhaltigen Substanzen

INDIKATION:
Messgröße zur Berechnung der Transferrinsättigung (eine isolierte Eisenbestimmung ist diagnostisch nutzlos).
Messgröße im Eisenresorptionstest
Feststellung einer akuten Eisenintoxikation
MESSPARAMETER: Eisen-Konzentration im Plasma
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Ein niedriges Serum-Eisen beweist keinen Eisenmangel. Der Serum-Eisenspiegel unterliegt ähnlich vielen Einflüssen wie das Transferrin. Im Tagesverlauf kann der Gipfelwert 3-mal so hoch sein wie der Minimalspiegel. Die biologische Schwankungsbreite der Serum-Eisen-Konzentration ist sehr groß.Erniedrigte Werte bei Eisenmangelanämie, Eisenverteilungsstörungen (ohne Eisenmangel), Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, Urämie und bei Leberparenchymschäden.Erhöhte Wertebei Eisenverwertungsstörungen, Hämolyse, Eisenüberladung, bei akuter Hepatitis und bei Eisentherapie.
LOINC:
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