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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Cholesterin

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-GFETT
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Fettstoffwechsel
LABORPROFILE:
- Fettstoffwechsel
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Cholesterin - in nahezu allen Geweben synthetisiert und enteral resorbiert.
Ist Zellmembranbestandteil und Präkursor für Steroidhormonsynthese und Gallensäurebildung.
Im Plasma vorwiegend in zwei Formen transportiert :in LDL-Partikeln und HDL-Partikeln.
LDL- Partikel für Transport von peripher gebildetem Cholesterin und enteral absorbiertem Cholesterin zur Leber.
HDL-Partikel für Cholesterinrücktransport zur Leber - Ausscheidung per Galle in den Stuhl.
Im Nüchternplasma zirkulieren etwa 2/3 des Gesamtcholesterin in LDL- Form und etwa 25% des Serumcholesterin in HDL-Partikeln (außerdem zu einem geringeren Teil in Chylomikronen und VLDL enthalten)
LDL-C - wichtige Komponente in der Genese von Atherosklerose/koronare Herzkrankheit
Cholesterinkonzentration als Basisgröße für weitere Untersuchung des Fettstoffwechsels.
Werte > 190 mg/dl bedeuten erhöhtes Risiko für KHK
Die LDL-C Konzentration im Plasma ist quasi ein Ersatzmarker für die LDL-Partikelzahl, die eigentlich als besserer Marker des kardiovaskulären Risikos angesehen wird. Außerdem sind besonders die kleinen dichten LDL-Partikel mit höherem Gefäßrisiko assoziiert.
Wenn LDL-C nicht nach der Friedewaldformel berechnet werden kann, wird es direkt gemessen.
Bei Diabetes mellitus und metabolischem Syndrom ist die LDL-C Konzentration für das kardiovaskuläre Risiko nur bedingt aussagekräftig, weil sehr hoher Anteil an kleinen dichten LDL-Partikeln aber relativ normale LDL-C Konzentration.
Inverse Beziehung zwischen der HDL-C und KHK-Risiko.
Nach Myokardinfarkt ist der Lipidstatus fürca. drei Monate nicht verwertbar. Innerhalb der ersten 8 h nach Eintritt eines Myokardinfarktes ist der Lipidstatus (Risikoprofil) noch für die Zeit vor dem Infarkt repräsentativ (daher ggf. auch nachts und am Wochenende Blut asservieren).
INDIKATION:
Gesundheitsvorsorge, Abschätzung des kardiovaskulären Risikos, Diagnostik und Verlaufskontrolle von primären und sekundären Hypercholesterinämien, Kontrolle bei medikamentöser, lipidsenkender Therapie.
MESSPARAMETER: Anforderung umfasst die Parameter: Triglyceride, Cholesterin gesamt, Cholesterin gesamt/HDL-Ratio, HDL direkt und LDL berechnet (oder gemessen)
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nüchtern, Anforderung über SAP
LABOR:
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BEWERTUNG:
Die Risikoeinschätzung für atherosklerotische Erkrankungen sollte in Kenntnis weiterer Faktoren erfolgen (siehe LDL-Chol, HDL-Chol, Lp(a), Apo A und B).Erhöhte Cholesterin-Werte bei: Primären Hypercholesterinämien (verschiedene familiäre Formen) und bei sekundären Hypercholesterinämien wie z.B.: Diabetes mellitus, chronische Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom, chronische Leber- und Gallenwegserkrankungen (bes. PBC), Hypothyreose, falsche Ernährung, Medikamente (Glukokortikoide, Gestagene, Diuretika).Erniedrigte Cholesterin-Werte bei: konsumierenden Erkrankungen (Malignome, chronische Infektionen, Operationen, Polytrauma), Hyperthyreose und Leberinsuffizienz.
LOINC:
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