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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Blutzucker (Glukose) - nüchtern

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-BZNUO
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Glucosestoffwechsel
LABORPROFILE:
- Glucosestoffwechsel
NOTFALLPARAMETER:
Nein
ALLGEMEIN:
Glukose ist ein wichtiges Substrat zur Energiegewinnung. Quellen der Glukose im Organismus sind exogene Nahrungszufuhr, körpereigene Glykogenspeicher und endogene Glukoneogenese. Glucosestoffwechsel durch eine Vielzahl von Hormonen beeinflußt. Das einzige blutzuckersenkende Hormon ist Insulin. Blutzuckersteigernd wirken vor allem Glukagon, Cortisol (ACTH), STH, Thyroxin sowie die Katecholamine. Störungen des Glukosestoffwechsels können sich entweder als Hyperglykämie (evtl.mit Glucosurie) oder als Hypoglykämie manifestieren. Bei einer Blutglukosekonzentration > 250 mg/dl ist die tubuläre Rückresorptionskapazität erschöpft und es kommt zur Glukosurie. Diese sog. Nierenschwelle für die Glukoseausscheidung steigt mit dem Alter an und kann in der Schwangerschaft erniedrigt sein (Schwangerschafts-Glukosurie).
INDIKATION:
Gesundheitsvorsorge, Diagnose und Therapiekontrolle des Diabetes mellitus, Koma unkl. Ursache, Schwangerschaft, Abgrenzung einer renalen Glukosurie, Fettstoffwechselstörungen (besonders mit erhöhten Triglyceriden), atherosklerotische Erkrankungen.
MESSPARAMETER: Glucose-Konzentration im Plasma.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Patient sicher nüchtern
- 1 NaF-Röhrchen (grau)
DURCHFÜHRUNG:
Patient nüchtern, Anforderung über SAP
LABOR:
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BEWERTUNG:
Nüchtern-Blutglukosewerte < 100 mg/dl machen die Diagnose eines Diabetes mellitus unwahrscheinlich, Werte > 125 mg/dl bestätigt an 2 Tagen (ADA-Richtlinien) führen zur Diagnose des Diabetes mellitus. Bei Werten zwischen 100 und 125 mg/dl besteht eine sog. "impaired fasting glucose" (IFG), die mit einem Glukose-Toleranztest (OGGT) weiter abgeklärt werden sollte. Hyperglykämie bei primärem Diabetes mellitus (Typ I und Typ II) sowie bei sekundärem Diabetes mellitus (z.B. Pankreaserkrankungen, Hämochromatose, Beta-Zell-toxische Medikamente und endokrine Erkrankungen wie Hypercortisolismus, Phäochromozytom, Akromegalie oder Conn- Syndrom) und in der Schwangerschaft. Hypoglykämie bei Therapie-Nebenwirkungen (Überdosierung von Insulin oder oralen Antidiabetika), Hypoglykämia factitia, schwerem Leberschaden, Alkoholismus, Niereninsuffizienz, Anorexie, bei Ausfall kontrainsulinärer Hormone und paraneoplastisch.
LOINC:
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