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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


CDT

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-CDT
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Medikamente (TDM) Toxikologie
LABORPROFILE:
- Medikamente (TDM) Toxikologie
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
CDT (Carbohydrate-deficient-transferrin) - Mittels HPLC wird Eisen-gesättigtes Transferrin in vier Isoformen aufgetrennt . Die sog. Disialo-Isoform hat normalerweise nur einen Anteil von 1% am Transferrin im Plasma, steigt aber um den Faktor 10-15 bei hohem Alkoholkonsum an. Nach längerem exzessivem Trinken kann zusätzlich eine Asialo-Form auftreten. Die Disialo- und Asialo-Form zusammen werden als CDT bezeichnet. Bestimmt wird der Anteil dieser Formen am Gesamt-Transferrin.
INDIKATION:
Erkennung und Verlaufsbeurteilung des chronischen Alkoholismus.
MESSPARAMETER: CDT-Anteil.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Serum-Röhrchen
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Alkoholismus wird gewöhnlich aufgrund von klinischer Beurteilung, entsprechender Befragung und Laboratoriumsuntersuchungen (GGT, GOT, MCV) erkannt. CDT ist ein neuerer Marker mit Sensitivität von ca. 70-80% und Spezifität von ca. 90-95%. Die biologische HWZ von CDT beträgt etwa 2 Wochen, die von GGT etwa 3 Wochen (MCV noch länger). Eine Bewertung von CDT gemeinsam mit GGT und MCV erhöht die diagnostische Sensitivität. Falsch hohe CDT-Werte bei nicht alkoholischen Lebererkrankungen (primär biliäre Zirrhose, virale Zirrhose, Leberzellkarzinom).
LOINC:
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