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Medizinisches Diagnostik- und Servicezentrum


Lipase

ANFORDERUNGSKÜRZEL: L-LIP
LABORINTERNE FUNKTIONSGRUPPE: Pankreas
LABORPROFILE:
- Pancreas
NOTFALLPARAMETER:
Ja
ALLGEMEIN:
Lipase wird in den Azinuszellen des Pankreas gebildet. Sie katalysiert im Darmlumen unter Mitwirkung von Gallensäuren und Colipase die Spaltung von Triglyceriden zu Diglyceriden und Fettsäuren. Die Lipase gelangt zu einem geringen Teil in die Blutbahn. Sie ist ein Pankreas-spezifisches Enzym. Wird nicht über die Niereausgeschieden und kommt daher nicht im Harn vor. HWZ 7-14 Stunden. Erhöhungen der Lipase-Aktivität sind für die Erkennung von Pankreaserkrankungen wichtiger als solche der Amylase-Aktivität. Im allgemeinen ist sowohl die Diagnostische Sensitivität als auch die Spezifität der Lipase-Bestimmung höher.
INDIKATION:
Nachweis/Auschluß der akuten Pankreatitis (bei akutem Oberbauchschmerz), chronische Pankreatitis (beim Rezidiv), obstruktive chronische Pankreatitis, Nachweis einer Pankreasbeteiligung bei abdominellen Erkrankungen
MESSPARAMETER: Lipase-Konzentration.
UNTERSUCHUNGSMATERIAL:
- Li-Heparin Plasma
DURCHFÜHRUNG:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.
LABOR:
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BEWERTUNG:
Stark erhöhte Werte bei akuter Pankreatitis und akutem Schub einer chronischen Pankretitis. Geringgradigere Erhöhungen bei Pankreastumoren (häufig Spätstadium), Pankreasaffektionen im Rahmen abdomineller Erkrankungen und nach ERCP. Bei zusätzlich erhöhten Cholestaseparametern (GGT, AP, LAP, Bilirubin) besteht der V.a.biläre Pankreatitis. Bei der akuten Pankreatitis ist die diagnostische Sensitivität der Lipase in der Regel höher als die der Amylase.
LOINC:
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